Starke Diskussion über die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Dettingen
Rund 60 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Dettingen kamen am Dienstag zur Podiumsdiskussion der IHK Reutlingen bei der Firma EPflex zusammen. Gemeinsam mit den drei weiteren Kandidaten für das Bürgermeisteramt habe ich über zentrale Zukunftsfragen für Dettingen diskutiert. Moderiert wurde die Veranstaltung von Herrn Heise, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen wichtige Themen für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gemeinde. Für mich ist klar: Bildung hat höchste Priorität. Deshalb habe ich mich dafür ausgesprochen, die Schillerschule zu erweitern und den Altbau zu sanieren. Gleichzeitig sind verlässliche und bedarfsgerechte Betreuungszeiten in den Kindertagesstätten sowie eine hohe Betreuungsqualität entscheidende Standortfaktoren für Familien und Unternehmen.
Ein weiteres Thema war die Entwicklung des Einzelhandels und der Umgang mit Leerständen. Ich habe vorgeschlagen, in Dettingen ein aktives Leerstandsmanagement einzuführen. Dazu gehören unter anderem eine bessere Übersicht über verfügbare Flächen, die direkte Ansprache von Eigentümerinnen und Eigentümern sowie neue Nutzungsideen wie Pop-up-Stores. Auch Modelle, bei denen zeitweise Mieten bezuschusst werden, können Anreize schaffen, um Leerstände wieder mit Leben zu füllen.
Große Bedeutung hat auch die Weiterentwicklung der Ortsmitte. Im Sanierungsgebiet Ortsmitte IV sehe ich eine wichtige Chance für barrierefreies und generationenübergreifendes Wohnen. Angesichts der demografischen Entwicklung brauchen wir Wohnangebote, die es älteren Menschen ermöglichen, möglichst lange selbstständig zu leben.
Besonders wichtig ist mir, dass vorhandene Förderprogramme von Bund und Land konsequent genutzt werden. Ob Schulbau, energetische Sanierungen oder Maßnahmen der Ortsentwicklung – Fördermittel können einen erheblichen Teil der Investitionen ermöglichen und helfen, wichtige Projekte trotz angespannter Haushaltslage umzusetzen.
Die Diskussion hat erneut gezeigt, wie wichtig der enge Austausch zwischen Gemeinde und Wirtschaft ist. Für mich gilt: Wirtschaftsförderung ist Chefinnen-Sache. Der Dialog mit den Unternehmen vor Ort muss aktiv gestaltet und regelmäßig gepflegt werden.
Mein Dank gilt der IHK Reutlingen für die Organisation der Veranstaltung sowie der Firma EPflex für die Gastfreundschaft.